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05/2018

Buchpremiere am 29.5.2018: "Hermann Henselmann in seiner Berliner Zeit" von Thomas Flierl und anschließender Diskussion mit u.a. Jan Kleihues

In den charakteristischen Wendungen der Architektur- und Städtebaupolitik der DDR trat Hermann Henselmann (1905–1995) stets als ein zentraler Akteur auf, sei es bei der Abkehr von der Moderne und der Formulierung der „Baupolitik der nationalen Traditionen“ Anfang oder bei der Wiederannäherung an die Moderne im Zuge der Industrialisierung des Bauwesens seit Mitte der 1950er Jahre. Sein Hochhaus an der Weberwiese, die Bauten am Strausberger Platz und am Frankfurter Tor in Berlin stehen für die erste Periode, das Haus des Lehrers mit der Kongresshalle und seine Ideen für einen „Turm der Signale“, den späteren Fernsehturm, für die zweite Periode.

Spektakulär waren seine Zeit als „Chefarchitekt beim Magistrat von Berlin“ (1953–1959) und ebenso seine Absetzung. Danach für die Typisierung des Wohnungsbaus zuständig, wurde er vor allem mit Projekten für stadtbildprägende Sonderbauten in den DDR-Bezirksstädten bekannt. Henselmann war dabei immer auch der Interpret seiner selbst. Durch seine umfangreiche publizistische Tätigkeit und seine gute Vernetzung in die Gesellschaft der DDR sowie mit dem Ausland ist er zu einer Institution geworden, die auch nach seiner beruflichen Tätigkeit gern konsultiert wurde.

 

Begrüßung: Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin
Buchvorstellung: Thomas Flierl
Weitere Beiträge und Gespräche von und mit:
Paul Siegel, Peter Meyer / Jan Kleihues, Thomas Flierl / Kerstin Wittmann-Englert, Jörg Haspel

29. Mai 2018, 19 Uhr
Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin, 5. OG
 

Eine Veranstaltung der Hermann-Henselmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Berlin