Museum für Arbeit und Industrie Brescia

Das Thema des Entwurfs entwickelt sich aus der Gegenüberstellung des Ortes mit den Funktionen eines Museums: der auf Schnelllebigkeit und pure Nützlichkeit angelegten Produktionsanlage steht die dauerhafte und von einem reinen Funktionsanspruch losgelösten Institution des Museums gegenüber. An der südlichen Stirnseite des Komplexes ist die Eingangshalle geplant, ein Turm an der Südwestecke markiert den Haupteingang. Die Werkstätten sind innerhalb der ständigen Ausstellung in einer Art Glasvitrine untergebracht, durch die man die Instandhaltung und Restaurierung der Maschinen betrachten und die Räume im Sinne einer offenen Werkstatt auch betreten kann.

Bibliothek und der Lesesaal des Museums sind so angeordnet, dass sie durch eine Glaswand getrennt sowohl unabhängig von einander, als auch mit einem einzigen Zugang gemeinsam betrieben werden können. Der Bestand wird restauriert und nur wo nötig durch geringfügige Maßnahmen verändert. Die Struktur des gegenüber liegenden Walzwerks soll in seinem jetzigen Zustand erhalten bleiben. Der Raum zwischen Museumsgebäude und Walzwerk ist als lange Piazza angelegt.

Architekt : Jan Kleihues und Klaus Schuwerk

Bauherr : Comune di Brescia

Adresse : Brescia, Italien

Nutzung : Umnutzung und Erweiterung einer ehemaligen Fabrikanlage in ein Museum für Arbeit und Industrie

Wettbewerb : 2004, 1.Preis

BGF : 15.000m2