Anerkennung für Kleihues + Kleihues beim Wettbewerb des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Berlin-Mitte

Der Wettbewerb für die Erweiterung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie für weitere Nutzungen ist entschieden. In dem vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ausgelobten und durchgeführten Planungswettbewerb ( Juryvorsitzende: Professor Anett-Maud Joppien) wurde der Entwurf von Kleihues + Kleihues mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

In dem Juryprotokoll heißt es: “Schon auf den ersten Blick ist die Leitidee erkennbar, die dem neuen Umweltbundesamt eine eigenständige Haltung zuschreibt und die sich bewußt von den ehrwürdigen Bestandsbauten unterscheidet. Die Gebäudekubatur weicht zum Erhalt einer großen Kastanie auf der östlichen Grundstücksgrenze zurück und entwickelt aus dieser rücksichtsvollen Rahmung der lebendigen Natur das schöne Entwurfsthema kreis(segment) förmiger Ausstanzungen aus dem sieben geschossigen Block. Dadurch wird der Fassadenverlauf angenehm gegliedert und die Ausblicke aus dem Gebäude werden geschickt gelenkt. (…) Die auf den ersten Blick formal wirkende Entwurfsidee überzeugt durch innenräumliche Qualitäten”

Der Wettbewerb wurde als nichtoffener, interdisziplinärer einphasiger anonymer Planungswettbewerb für Architektinnen und Landschaftsarchitektinnen durchgeführt. Ziel war es, einen Entwurf zu finden, der nicht nur hohe städtebauliche und gestalterische Ansprüche an moderne Verwaltungsflächen, sondern auch höchste energetische Ansprüche erfüllt. Das Gebäude soll möglichst nah an ein Plusenergiehaus heranreichen. Ein besonderer Fokus wird auf Aspekte der Nachhaltigkeit gelegt: Der Neubau soll die Anforderungen an den Gold-Standard des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) erfüllen. Darüber hinaus ist das Gebäude nach dem sogenannten Lowtech-Prinzip zu planen: Wartungsarmen baulichen Lösungen ist gegenüber technischen Lösungen der Vorzug zu geben. Mit diesen Qualitäten soll es ein vorbildliches Projekt des Bundes werden.

Für den Verwaltungsneubau sind rund 29.600 Quadratmeter Nutzfläche für Büros, Kantine, Konferenzzentrum und ein Medien- und Informationszentrum für das BMU sowie für weitere Bundesministerien und das Abgeordnetenhaus von Berlin vorgesehen.

Die Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten wird im Januar 2020 im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin, eröffnet.