Verwaltungsneubau Wandsbek, Hamburg, 2020

Das Wettbewerbsgebiet in Wandsbek befindet sich an der Magistrale Hamburg-Lübeck in einem heterogenen Stadtgebiet im Bereich der ehemaligen Wandsbeker Zollinsel. Nach der Kriegszerstörung der Bebauung wurde die Rüter Straße verbreitert und die Wandsbeker Zollstraße als Sackgasse ausgebildet, sodass auf dem heutigen Planungsgebiet eine ungenutzte Stadtbrache entstanden ist. Mit dem Verwaltungsneubau wird diese Brache für die Stadt zurückgewonnen. Als Abschluss des Wandsbeker Zentrums soll ein offenes, öffentliches Gebäude entstehen mit einem Grünen Vorplatz.

Der Entwurf nimmt die schalltechnische Forderung auf, die Fassaden um 5° zur gegenüberliegenden Bebauung zu neigen. Es wurde ein expressiver Baukörper geformt, der aus 6 ineinander geschobenen Kuben besteht und die Länge des Gebäudes klar gliedert. Die beiden westlichen Kuben beinhalten 8 Geschosse und betonen die Eingangssituation am Platz. Mit einer einladenden zweigeschossigen Arkade und dem zum Platz orientierten Café mit Kommunaler Galerie öffnen sich das Haus für Besucherinnen, Kundinnen und Mitarbeiterinnen. Vom Haupteingang gelangen die Besucherinnen in das zentrale Atrium, von dem aus alle öffentlichen Bereiche/Front-Offices erschlossen sind.

Die Fassadenbegrünung entwickelt sich in auskragenden Pflanztrögen als Bestandteil der Brüstungsbänder und wird somit integraler Bestandteil des Entwurfes. Das Grünkonzept setzt sich auf dem Dach, auf dem Platz und in „Vorgärten“ zum Straßenraum fort.

So entsteht ein maßgeschneiderter Baukörper mit einer solitären Eigenständigkeit, die das Haus als öffentliches Gebäude auszeichnet.

Ort: Rüter- und Wandsbeker Zollstraße, 22041 Hamburg

Nutzung: Büro- und Verwaltungsgebäude

Architekten: Jan Kleihues und Götz Kern

Bauherr: Sprinkenhof GmbH

Wettbewerb: 09/2020

BGF: ca.  26.868 m²