Erweiterung des Pius-Gymnasiums, Coesfeld/Westfalen – 2015
Das St.-Pius-Gymnasium Coesfeld ist eine Privatschule in katholischer Trägerschaft des Bistums Münster in Coesfeld.
Im Mai 1995 wurde eine für den gesamten Schulcampus identitätsstiftende neue Aula mit Musikraum und Meditati-
onsraum eingeweiht, dieser wurde von dem Architekten Josef Paul Kleihues entworfen. Der Altbau umschließt zusam-
men mit den bestehenden Gebäuden den Schulhof und Sportflächen. Der im Grundriss fast quadratische Veranstaltungssaal
wird über ein Vordach in Form eines Kreissegments mit dem Altbau optisch verbunden. Der Grundriss des Vordachs wird in
der runden Dachansicht des Veranstaltungssaals erneut aufgenommen. Neubau und Altbau sind außen durch die Sandstein-
fassade, das Vordach und innen durch die Erschließung ineinander gefügt. Der Vortragssaal ist durch ein großen Glasfeld
zum Wald hin orientiert und unterstreicht durch den Ausblick die subtile Einfügung des Anbaus in seine Umgebung.
Aufgrund beständig wachsender Schülerzahlen, wurden ab 2010 in vier Bauabschnitten und bei laufendem Schul-
betrieb weitere Gebäudeteile ergänzt. Eine Teilsanierung mit Aufstockung des Osttrakts und der Neubau der Schul-
mensa und des Schülerselbstlernzentrum bzw. der Schülerbibliothek sowie weitere Bereiche kamen ergänzend hinzu.
Die komplette Schulnutzung ist im gesamten Gebäude verteilt. Mit dem Fassadenmaterial aus dunklem Klinker wird
an die Bautradition in Westfalen angeknüpft und die Neubauten erhalten gleichzeitig innerhalb des Campus eine
eigenständige, langlebige Identität.
Adresse: Gerlever Weg 5, 48653 Coesfeld
Architekten: Jan Kleihues und Norbert Hensel
Bauherr: Bistum Münster vertr. durch Bischöfliches Generalvikariat
BGF (gesamt): 10.032 m²
BGF (Ergänzungsbau): 1.000 m²
Nutzung: Umbau und Erweiterung sowie Komplettsanierung eines Gymnasiums in 4 Bauabschnitten bei laufendem Schulbetrieb
Realisierung: 2010 bis 2015 (Lph. 2-8)
Baukosten: 4,7 Mio. €

