St. Josef Gymnasium Bocholt, 2002 – 2011

Das für bis zu 1000 Schüler Platz bietende St.-Josef-Gymnasium liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Hemdener Weg in Bocholt (Westfalen) in fußläufiger Entfernung zum zentralen innerstädtischen Knotenpunkt des Öffentlichen Verkehrs. Nachdem im Jahre 2000 das Kapuzinerkloster und in 2001 die Pfarrkirche St. Laurentius geschlossen wurden, sollten diese beiden im Zuge einer energetischen Gebäudesanierung dem 5-zügigen Gymnasium in 7 Bauabschnitten zugeführt werden. Die Kirche und das Kapuziner-Gymnasium bildeten eine in 90 Jahren gewachsene bauliche Struktur.

Das heterogene Gebäudeensemble aus unterschiedlichsten Epochen und ungleichen Nutzungen, wie Pfarrkirche, Kloster, Internat und Gymnasium, hatte lediglich in seiner Materialität, dem westfälischen Backstein, einen formalen Zusammenhang. Der Kerngedanke der Entwurfsidee bestand darin, einen zentralen Ort der Begegnung zu schaffen, der alle Gebäudeteile miteinander verbindet. So wurde der Innenhof, der bislang nur von den Wohnräumen der Patres als Rückzugs- und Ruheort genutzt wurde, als neues Zentrum des Schullebens geplant. Die bis dahin geschlossenen Fassaden der Schule wurden ebenfalls zu dieser neuen Mitte hin geöffnet.

Adresse: Hemdener Weg 19, 46399 Bocholt

Architekten: Prof. Josef P. Kleihues mit Norbert Hensel

Bauherr: Bistum Münster vertr. durch Bischöfliches Generalvikariat

BGF: 14.800 m²

Nutzung: Umbau und Erweiterung sowie Komplettsanierung eines Gymnasiums in 7 Bauabschnitten bei laufendem Schulbetrieb

Realisierung: 2002 bis 2011 (Lph. 1-9)

Baukosten: 17,7 Mio. €