Verwaltungsgebäude Osterstraße, Hannover, 2015

Auch wenn der existierende Block zwischen Markt-, Karmarsch-, Oster- und Röselerstraße nur noch in Teilen den alten Stadtgrundriss widerspiegelt, erinnert er zumindest an den organischen Verlauf der alten Straßenräume und bildet im Sinne eines Stadtmoduls ein gutes Fundament für künftige städtische Konzepte. Der neue Baukörper nimmt in seiner Höhenentwicklung Bezug auf die anschließende Bebauung, die in der Osterstraße ungefähr ein Geschoss höher als in der Röselerstraße ist. Mit der unterschiedlichen Höhen­entwicklung wird die jeweilige Bedeutung der Straßen unterstrichen. Über eine Höhe von vier bzw. fünf Geschossen erfolgt ein vollständiger Lückenschluss.

Außerhalb der Kontur der anschließenden Bauten staffelt sich der Baukörper nicht nur zur Straße hin, sondern auch zu den Nachbarbauten zurück und entfaltet so eine eigenständige skulpturale Wirkung. Um diese zu stärken, werden die Staffelgeschosse nicht auf den Hauptbaukörper aufgesetzt, sondern verschmelzen mit diesem, in dem deren Fassadenebenen im Eckbereich fließend in jene des Hauptbaukörpers übergehen. So wird dem Anspruch Rechnung getragen, eine Form zu finden, die sich einerseits dem Block un­terordnet, andererseits eine angemessene und prägnante Erscheinung hat. Die runde Eckausbildung schafft eine klare Adressbildung.

Architekt : Jan Kleihues und Norbert Hensel, Kleihues + Kleihues

Adresse : Osterstr. 31 / Röselerstr. 2, Karmarschstraße, Hannover

Leistungsphasen : 1-4, Teile von 5 ( Leitdetailierung)

BGF: 16.850 m²

Nutzung: Verwaltungs- und Bürogebäude, Einzelhandel

Realisierung: 2012 – 2015